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Ein gebrauchtes Mikrostromgerät kaufen

 

Gebrauchtes Mikrostromgerät

Gebraucht Mikrostrom

Was kann ich beachten wenn ich ein gebrauchtes Mikrostromgerät kaufen möchte?

Sie möchten für Ihre Praxis ein Mikrostromgerät kaufen? Sie überlegen in Anbetracht der Investitionen ein gebrauchtes Mikrostromgerät zukaufen?

Dann sollten Sie die Informationen in diesem Artikel für Ihre Entscheidung berücksichtigen, denn ein gebrauchtes Mikrostromgerät zu kaufen ist nicht gleich einem gebrauchten Smartphone zu kaufen. Wenn Sie mit Mikrostrom therapieren möchten, dann arbeiten Sie mit einem Medizinprodukt bei dem diverse Gesetze, Normen und Regularien gelten auch wenn Sie das Geräte bei Ebay oder bei einem Kollegen gekauft haben.

Damit Sie nicht im nach hinein mehr bezahlen, als wenn Sie ein solches Medizinprodukt bei einem autorisierten Händler oder gleich direkt beim Hersteller kaufen sollten Sie vielleicht mal über unseren „Fahrplan zu Kauf eines gebrauchten Mikrostromgerätes“ nachdenken.

Wer billig kauft, der kauft oftmals zwei mal!

 

Bedarf an einem Mikrostromgerät

Sie haben über die verschiedensten Kanäle erfahren, dass die Mikrostromtherapie teilweise geniale Erfolge gerade in der Behandlung von chronischen Schmerzpatienten haben kann und dieses sehr gut in Ihr Praxisportfolio passen kann.

Es ist wichtig, dass egal welches Medizinprodukt Sie sich anschaffen Sie für sich im Klaren sind, was Sie wollen und wie Sie diese Technik oder Therapie in Ihrer Praxis um- und einsetzen können.

Die Mitarbeiter miteinbeziehen in die Entscheidung

Ich habe es selbst in meiner Vertriebstätigkeit erlebt, dass viele Praxisinhaber sich auf ihr Privileg als Chef berufen und die Kaufentscheidung eines neuen Gerätes auf Biegen und Brechen durchsetzen. Dabei sind es in der Regel die Mitarbeiter die diese Therapie nicht nur einsetzen sondern auch an den Patienten verkaufen sollen. In sehr vielen Fällen lies sich dieses jedoch einfach und schnell auflösen durch eine gute Schulung der Mitarbeiter, damit sie erkennen, dass eine solche Therapie nicht „nur“ wieder ein mehr an Arbeit ist, sondern dass gerade die Therapie mit Mikrostrom den Praxisalltag deutlich vereinfachen kann. Gerade in der Koexistenz mit manuellen oder osteopathischen Anwendungen den Patienten helfen kann schneller an das gewünschte Therapieziel heranzukommen.

Die Suche

Die Suche ist sicherlich einer der entscheidenden Punkte bei Kauf eines gebrauchten Mikrostromgerätes. Hierbei ist gleich festzuhalten, dass es den „goldenen Weg“ hier nicht gibt. Schauen wir uns ein paar Möglichkeiten mit den jeweiligen PROS und CONS etwas näher an:

  • Ebay

    • Der wohl größte Marktplatz für alles was gekauft und verkauft werden kann. Es gibt einige sogenannte Aufkäufer von Medizintechnik aus z.B. Praxisauflösungen, etc. Bei diesen Aufkäufern handelt es sich jedoch meist nicht um Unternehmen, die sich speziell in dem Bereich Mikrostrom auskennen und die Geräte einfach nur weiterverkaufen ohne diese zu prüfen oder gar bei Frage eine kompetente Antwort zu geben.
    • Viele Verkäufer bei Ebay schreiben, dass es sich um eine sogenannte Privatauktion handelt oder das Gerät als defekt verkauft wird. Dabei sollten sie als seriöser Therapeut oder Arzt bedenken, dass es die MPBetreibV gibt, die genau vorschreibt was Sie bei dem rechtmäßigen Einsatz von Medizinprodukten in Ihrer Praxis beachten müssen. (im weiteren Verlauf dieses Artikel werde ich noch näher auf rechtlichen und gesetzlichen Grundlagen zum Einsatz von gebrauchter Medizintechnik eingehen.
  • Kauf von einem Kollegen

    • Ein in unseren besser Weg als Ebay ist der Kauf von einem Kollegen. Doch auch hier kommen Sie nicht ganz um die gesetzlichen Grundlagen herum, haben aber einen Ansprechpartner, der Ihnen eine kompetente Aussage über das Mikrostromgerät geben kann.

 

Strategie für Ihre Entscheidung

Wie kommen Sie nun zu einer Entscheidung für Ihr Mikrostromgerät? Was sind die Kriterien, die ein solches Gerät erfüllten sollte für Sie? Keine Idee? Dann können die folgenden Punkte Ihnen vielleicht weiterhelfen:

  1. Made in China

    1. Ein Mikrostromgerät sollte nicht seinen Ursprung in China haben. Ich möchte den chinesischen Hersteller nicht zu nahe treten, jedoch gelten speziell bei Medizintechnik (ein Mikrostromgerät ist immer Medizintechnik) ganz spezielle und sehr fragile Anforderungen die durch den Hersteller immer aktuell gehalten werden müssen. Ich bin mir nicht sicher ob ein chinesischer Hersteller Anpassung an ein auf dem deutschen oder europäischen Markt befindlichen Mikrostromgerät vornimmt.
    2. CE-Zeichen

      1. CE-Zeichen aber nicht CE-Zertifziert. Achten Sie unbedingt auf diese Aussagen. Denn CE-Zertifziert klingt schon ein wenig nach „Betrug“ oder zumindest arger Unwissenheit des Anbieters! Es gibt in Europa keine CE-Zertifizierung sonder ein CE-Zeichen. Diese muss ein Mikrostromgerät auch haben mit einem kleinen Zusatz, nämlich der Angabe der „Benannten Stelle“, welche das Konformitätsbewertungsverfahren des Herstellers überprüft hat. Dabei handelt es sich um eine 4-stellige Zahl.
    3. STK

      1. Das Gerät sollte eine aktuelle sicherheitstechnischen Kontrolle haben (STK). Bei Medizinprodukten ist es lt. MPBetreibV notwendig, dass der Hersteller Fristen für die regelmäßige sicherheitstechnische Kontrolle festlegt. Wenn Sie nun ein gebrauchtes Geräte kaufen sollte Sie in jedem Falle darauf achten, dass diese Kontrolle aktuell ist! Dabei ist es sekundär, dass das Gerät einen Stempel hat, sondern lassen Sie sich um jeden „Preis“ das letzte Prüfprotokoll vom Verkäufer mitschicken.
  2. Medizinproduktebuch

    1. Wenn Sie möchten, ist das Medizinproduktebuch vergleichbar mit einer Mischung aus Serviceheft und Fahrzeugbrief vom Auto. Daran können Sie auch die Wichtigkeit dieses Dokumentes erkennen. Denn jedes Mikrostromgerät sollte ein solches Medizinproduktebuch haben und wenn Sie ein solches Gerät gebraucht kaufen, achten Sie darauf, dass dieses dem Gerät auch beiliegt! Das Medizinproduktebuch enthält unter Anderem den Nachweis, dass Sie von einer vom Hersteller autorisierten Person an dem Mikrostromgerät geschult worden sind! Dieser Nachweis ist lt. MPBetreibV gesetzlich vorgeschrieben. Sie müssen also, bevor Sie das Gerät in Betrieb nehmen, eine Schulung durch einen Medizinprodukteberater gehabt haben. Das ist in der Regel nicht der Verkäufer auch nicht wenn es sich dabei um einen Kollegen handelt! Sie müssen also zwangsläufig Kontakt mit dem Hersteller aufnehmen. Das Medizinproduktebuch ist z.B. ein Dokument, welches gerne von Aufsichtsbehörden überprüft wird! Dem Buch sind in der Regel auch die Prüfprotokolle der STK anhängig.

 

Hersteller

Die Frage nach dem richtigen Hersteller ist ebenfalls eine wesentlich Frage. Dabei sollten zum einen beachten, dass der Hersteller das Mikrostromgerät beim DIMDI gemeldet hat, denn ohne diese Meldung ist der Einsatz des Gerätes nicht zulässig.

Gibt es Studie von diesem Hersteller und diesem Verfahren der Mikrostromtherapie oder schiebt der Hersteller auch nur irgendwelche amerikanischen Titel vor? Dieses ist in sofern schon recht interessant, als das im Rahmen der europäischen Zulassung eines Mikrostromgerätes der Anhang X der 93/42/EWG zu erbringen ist, welcher eine klinische Bewertung oder eine klinische Studie zur Zweckbestimmung des Mikrostromgerätes vorschreibt. Es gibt nun leider auch unter deutschen Hersteller die irrläufige Meinung, dass wenn ein Mikrostromgerät bereits viele Jahre auf dem Markt ist, dieses nicht machen zu müssen. Denn wo kein Kläger da ja auch kein Richter, oder? Ich sage dazu nur: Fahrlässig!

Beachten Sie wenn Sie einem windigen Hersteller vertrauen und der in den Fokus der Behörden gerät (was im übrigen ganz schnell gehen kann durch eine einfache Meldung das Bfarm), Ihnen dann nicht geholfen ist, wenn das Gerät von behördlicher Seite vom Markt genommen wird und Sie sicherlich keinen Pfennig Entschädigung bekommen.

Zertifizierung

Die Zertifizierung lässt sich eigentlich noch unter dem Kapitel „Hersteller“ schreiben, jedoch der Wichtigkeit dieses Themas geschuldet widme ich ihm ein eigenes Kapitel.

Eines vorweg mit Zertifizierung ist nicht der irreführende Claim „CE-Zertifizierung“ gemeint. Es geht um die offizielle Zertifizierung einer akkreditierten Stelle wie dem TÜV, DEKRA, etc. Diese stellen ein Zertifikat aus, dass ein Hersteller nach der DIN EN ISO 9001 oder der EN ISO 13485 oder im besten Falle nach beiden Normen produziert und das Unternehmen führt.

Was haben Sie nun mit Ihrem gebrauchten Mikrostromgerät davon? Ganz einfach eine solche Zertifizierung zu erlangen kostet ein Unternehmen mindestens 12 Monate Arbeit, Fachkräfte mit Knowhow in der Unternehmensführung, Qualitätsmanagement, Entwicklung und stetigen Aufrechterhaltung all dessen. Weiter spielt sich so etwas nicht unter einem hohen fünf- bis sechsstelligen Euro Betrag ab. Das gibt Ihnen zumindest die Sicherheit, dass:

  • Dieses Unternehmen weiss was es tut
  • Dieses Unternehmen die aktuellen Normen und Gesetze kennt und auch umsetzt
  • Dieses Unternehmen in der Lage ist Fachkompetenz bereitzustellen
  • Dieses Unternehmen Prozesse zur langfristigen Qualitätssicherung eingeführt hat.
  • ….

Sie sehen die Liste auf ein zertifiziertes Unternehmen zu setzen ist sehr lang und aufschlussreich.

Preis

Kommen wir zum letzten Teil und für die meisten wohl erst mal wichtigstem Teil, dem Preis.

Natürlich kann so ein Mikrostromgerät erschwinglich sein und Sie als seriöser Therapeut und Arzt haben vor allem das Wohlbefinden und die Sicherheit Ihrer Patienten im Fokus. 

Die Entwicklung und Aufrechterhaltung eines durch deutsche Studien nachgewiesenen Verfahren zur Mikrostromtherapie kostet sehr viel Geld, doch seriöse und zukunftsbedachte Hersteller nehmen dieses finanzielle Risiko in Kauf um für Anwender und Patienten das sicherste und gleichzeitig effektivste Therapiesystem zu bieten.

„Geiz ist halt nicht immer geil!“ 

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